Selbstbewusstsein - Die Kunst sich selbst zu lieben

Selbstbewusstsein – die Kunst sich selbst zu lieben
Viele Menschen leiden unter ihrem mangelndem Selbstbewusstsein.

Kennen Sie das?
Sie scheuen sich, offen Ihre Bedürfnisse und Wünsche zu äußern?
Sie können nicht „nein“ sagen?
Sie  sind nicht sehr kontaktfreudig, weil Sie Hemmungen haben auf fremde Menschen zuzugehen?
Sie leiden stark bei Ablehnung und Kritik?
Sie zweifeln an sich selbst und glauben, Sie wären nicht gut genug?

Selbstbewusstsein - Es lohnt sich nach den Ursachen zu forschen.

Warum sind Sie schüchtern oder unsicher? Werden Sie rot, zittern Ihnen die Hände oder Beine? Oft reicht ein Wechsel der Blickrichtung, um wieder klar zu sehen.

Gehen Sie den Weg eines langfristig wirksamen Veränderungsprozesses mit Geduld und vor allem der Bereitschaft, Ihr Verhalten und Ihre Denkweise in manchen Bereichen zu ändern.

Oft sind es frühe Kindheitserfahrungen, die sich manifestiert haben. „Was soll aus dir bloss werden?“ oder “Lass das sein, das schaffst du doch nicht!“ Aber auch das Versagen in bestimmten Situationen oder der Partner, der für Sie wichtig ist, verlässt Sie, kann zu mangelndem Selbstbewusstsein führen.

Eine genaue Anleitung gibt es nicht, denn wir Menschen sind Individualisten. Für jeden bedeutet es etwas anderes,  unter mangelndem Selbstbewusstsein zu leiden.

Machen Sie sich auf den Weg und forschen Sie!
Erinnern Sie sich, was man Ihnen sagte als Sie noch Kind waren? Was sagte man über Sie, was vielleicht gar nicht für Ihre Ohren bestimmt war.
Lesen Sie Ihre Zeugnisse, was stand in der Beurteilung über Sie?
Wie ist man mit Ihnen umgegangen, wenn Sie etwas falsch gemacht haben?
Wie ist oder war das Selbstbewusstsein Ihrer Eltern?
Wie sind Sie damit umgegangen, wenn Sie jemand verlassen hat?
Wie gehen Sie mit Kritik um?
Wurden Sie gemoppt?

Sie sind auf dem besten Wege sich besser kennenzulernen. Ein wichtiger Schritt, denn oft sehen wir uns selbst gar nicht so, wie wir sind. Wir halten uns für unfähiger, dicker oder hässlicher.

Stoppen Sie negative Aussagen über sich selbst, wie zum Beispiel: „Ich blöde Kuh!“ oder „Na klar, ich  mach‘ mal wieder alles falsch.“ Werden Sie sich Ihrer inneren Kritik bewusst und wandeln Sie die Sätze positiv um, wie zum Beispiel: „Naja, ist mir ja nicht so gut gelungen, aber beim nächsten Mal klappt es besser.“ oder „Macht nichts, heute ist nicht mein Tag, morgen sieht die Sache schon wieder anders aus.“
Richten Sie Ihren Blick auf das, was Sie gut können, Sie sind in Ihrer Art einzigartig und es ist gut, dass es Sie gibt.
Konzentrieren Sie sich auf Ihre positiven Eigenschaften, nicht auf Ihre Schwächen. Man kann nicht alles können.

Ändern Sie Ihre Grundeinstellung
Wie oft machen Sie sich über andere lustig oder denken schlecht von ihnen? Diese Art kann uns selber treffen, denn wenn Sie sich über andere Menschen lustig machen, gehen Sie in der Regel davon aus, dass man sich auch über Sie lustig macht und schon sind Sie verunsichert.
Begegnen Sie anderen Menschen positiv und mit einem freundlichen Blick.

Fragen Sie nicht zu oft andere Menschen nach ihrer Meinung, sondern verlassen Sie sich auf Ihre eigene innere Stimme, denn niemand kennt Sie so gut, wie Sie sich selbst. Wenn Sie das befolgen, haben Sie schon wieder einen grossen Schritt gemacht, denn Sie haben den Mut zur Eigenverantwortung und können Ihre getroffene Entscheidung niemand anderen in die Schuhe schieben.

Lernen Sie mit Kritik umzugehen, lassen Sie nicht zu Ihr Selbstbewusstsein zu erschüttern. Die Kritik eines Menschen ist nichts anderes als seine persönliche Meinung. Eine andere Person kann schon wieder ganz anders über Sie denken. Wollen Sie sich für jeden einzelnen verbiegen? Seien Sie bereit dazuzulernen und hören Sie sich Kritik offen an, aber entscheiden Sie in Ruhe, ob Sie die Meinung für richtig empfinden.
Sagen Sie nicht „ja“, wenn Sie „nein“ sagen wollen, wenn Sie etwas nicht möchten. Auch damit steigern Sie Ihr Selbstwertgefühl. Tun Sie es bestimmt, aber freundlich. Wenn Ihnen das noch nicht gelingen sollte, dann üben Sie einfach mit: „Ich überlege es mir“. „Nein“ sagen hängt mit unserem Selbstwertgefühl zusammen. Meistens fordern Sie eine Person damit heraus, wenn Sie sich verweigern, etwas nicht mitmachen wollen und das zu ertragen, fällt Ihnen schwer.
Die  Bereitschaft, Leiden zu ertragen, ist verbreiteter als die Fähigkeit, das Übel zu beseitigen. Sie sind auch verantwortlich für das, was Sie unterlassen, nicht nur für das, was Sie tun.

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Autorenhinweise:
zeitzuleben.de / Rüdiger Standhardt / Dr. Cornelia Löhmer / Ulrich Schaffer /
Reinhard K. Sprenger