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Betreute Wohnformen

Sind erwachsene Menschen mit einer Behinderung nicht zu einem eigenständigen Leben in eigenem Wohnraum in der Lage, besteht die Möglichkeit der Integration in vollstationäre oder ambulante Wohnbetreuungsleistungen. Für sozial schwache Personen besteht gemäß § 54 SGB XII in Verbindung mit § 55 SGB IX im Rahmen der Eingliederungshilfe die Möglichkeit der Unterstützung.

 

Wohnheime: Wohnheime zählen zu den vollstationären Einrichtungen, die sich an Menschen mit Behinderungen wenden, die Hilfestellungen bei der Gestaltung und Bewältigung des Alltages, der Freizeit und des Wohnens benötigen. Die Betreuung wird durch ausgebildetes Personal in einer 24 Stunden Bereitschaft vorgenommen. Man unterscheidet Wohnheime für geistig, seelisch und körperlich behinderte Menschen. Bei mehrfach behinderten Menschen ist der Grad einer jeden Beeinträchtigung entscheidend.

 

Außenwohngruppe: Eine weniger intensive Betreuungsform. Kleinere Wohneinheiten, die in fußläufiger Entfernung zum Kernwohnheim liegen. Hier gibt es eine Tagesbetreuung sowie einen nächtlichen Notfalldienst. Diese Wohnform soll die Selbstständigkeit der Bewohner fördern und stärken; sie an das eigenständige Leben in der Gesellschaft heranführen. Eine Finanzierung erfolgt durch das Wohnheim, welches aus den Mitteln der Sozialhilfe, sofern der Berechtigte selbst für die Kosten nicht aufkommen kann.

 

Ambulant betreutes Wohnen: Diese Betreuungsform richtet sich an behinderte Menschen, die noch nicht ohne eine vorübergehende Unterstützung und Hilfestellung in ihrem Wohn- und Lebensumfeld den Alltag meistern können. Hier können mehrere Hilfedienste und Betreuungsleistungen kombiniert werden, wie z.B. der Besuch in einer Kontakt- und Beratungsstelle.

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Elektrokrampftherapie bei schweren depressiven Störungen

Die Vorurteile und Ängste sind groß. „Elektroschocks“ werden nur zu häufig mit Folter assoziiert. Dabei spricht die Erfolgsquote mit über 90 % und ihrem verhältnismäßig raschem Wirkungseintritt für sich. Die Elektrokrampftherapie, kurz genannt EKT, ist somit nach wie vor die effizienteste Methode zur Behandlung von Depressionen.

 

Die kontrollierten Krampfanfälle werden in einer Kurznarkose durchgeführt, was eine sichere und schmerzfreie Durchführung gewährleistet. Im Vergleich zu einer medikamentösen Behandlung sind die Risken sogar geringer. Hauptindikatoren für eine EKT sind lebensbedrohliche depressive Zustände sowie Depressionen, die auf Antidepressiva nicht ansprechen.

 

Zur Aufklärung der Patienten gehört, dass die EKT möglicherweise Amnesien auslösen kann, die jedoch meist nur von vorübergehender Natur sind.

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Erfolg einer Depressionstherapie mittels eines Hirnscans vorhersehbar

Ein Wissenschaftsteam der Universität Bonn hat 65 depressive Probanden vier Wochen lang mit dem Medikament Citalopram behandelt. Vor und während der medikamentösen Behandlung wurde die Hirndurchblutung untersucht und dabei stellte sich heraus, dass sich in einer bestimmten Hirnregion, dem Cingulum, bereits im Vorfeld abschätzen lässt, ob ein positives Ergebnis mit dieser Therapie erreicht werden kann.

 

Die Forscher hoffen, dass sie einen wichtigen Schritt gemacht zu haben. Allerdings sind dies nur vorläufige Ergebnisse, die mit größeren Studien jetzt noch bestätigt werden müssen.

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Feststellung einer Behinderung

Auf Antrag des behinderten Menschen stellen die jeweiligen Landkreise das Vorliegen einer Behinderung und den Grad einer Behinderung (GdB) fest. Der GdB reicht von 20 an, ab 50 wird ein Schwerbehindertenausweis ausgehändigt. Sind neben dem Vorliegen einer Behinderung weitere gesundheitliche Merkmale vorhanden, vergeben die Landkreise und Kreisfreien Städte so genannte Merkzeichen. Es gibt folgende Merkzeichen:

 

„g“ = Bewegungseinschränkung im Straßenverkehr erheblich gemindert.

 

„b“ = Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson, die bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmittels infolge ihrer Behinderung regelmäßig auf Hilfe angewiesen sind.

 

„ag“ = außergewöhnliche Gehbehinderung. Dieses Merkzeichen bekommen Schwerbehinderte, die dauernd nur mit fremder Hilfe außerhalb ihres Kraftzeuges bewegen können.

 

„h“ = hilflose Person. Voraussetzung hierfür, dass jeden Tag für die Dauer von mindestens zwei Stunden bei mindestens drei alltäglichen Verrichtungen fremde Hilfe geleistet werden muss. Diese Hilfe bezieht sich nur auf die hauswirtschaftliche Versorgung.

 

„rf“ = Befreiung von Rundfunkgebühren. Dieses Merkzeichen erhalten Menschen, die wegen ihres Leidens an öffentlichen Veranstaltungen grundsätzlich nicht teilnehmen können. Zusätzlich benötigt mal einen GdB von mindestens 80. Außerdem erhalten Blinde und Sehbehinderte von einem GdB von mindestens 60 sowie Hörgeschädigte mit einem GdB von mindestens 50 dieses Merkzeichen.

 

„bl“ = Blindheit.

 

„gl“ = Gehörlos. Hierzu zählen auch Schwerhörigkeitg beiderseits, wenn daneben schwere Sprachstörungen vorliegen.

 

„1.Kl.“ = Schwerkriegsbeschädigte und Verfolgte mit einem GdS bzw. einer MdE (Minderung der Erwerbsfähigkeit) von mindestens 70.

 

„vb“ = Versorgungsberechtigung nach Soldatenversorgungsgesetz.

 

„eb“ = Entschädigungsberechtigung wegen einer MdE um wenigstens 50.

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Hirnschrittmacher gegen schwerste Depressionen

Wem weder Medikamente noch die Elektrokrampftherapie (EKT) hielf, dürfte nun Hoffnung schöpfen. Neurochirurgen der Universitätsklinik Heidelberg haben weltweit erstmals einer Patientin erfolgreich Elektroden ins Gehirn, der so genannten Habenula, eingesetzt, die über Kabel unter der Haut mit einem elektronischen Impulsgeber verbunden sind, der im Brustbereich implantiert ist. Die Elektroden setzen Strom frei, die kontinuierlich Hirnareale stimuliert. Bisher wird der Hirnschrittmacher bei Parkinson-Patienten eingesetzt. Nach dem erstmals erfolgreichem Eingriff bei einer schwer Depressiven, welcher am 03.06.2009 stattfand, ist die Patientin ohne zusätzliche EKT beschwerdefrei. Nun planen die Heidelberger Wissenschaftler eine umfangreiche Studie.

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