Zahlen und Fakten im Überblick

Typ 1 Diabetes: Betrifft in erster Linie Kinder und junge Erwachsene. Bei ihnen zerstört das körpereigene Abwehrsystem die Insulin-produzierenden Zellen. Dieser Verlust muss mehrfach täglich mit Injektionen ausgeglichen werden.

Typ 2 Diabetes: die „Volkskrankheit“. Früher auch unter dem Namen „Altersdiabetes“ besser bekannt geworden. Dieser Typ entwickelt sich erst im Laufe der Jahre. Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten, sowie erbliche Veranlagung sind die häufigsten Gründe für die Erkrankung. Aktuell gibt es über 7 Millionen Menschen, die wegen ihrer Diabetes-Erkrankung in Behandlung sind. Das machen gut 10% der Gesamtbevölkerung aus. Ungefähr 33% aller Bürger laufen wahrlich Gefahr, an Diabetes zu erkranken.

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Diagnose „Diabetes“ und dann?

Erinnern Sie sich noch an die Diagnosestellung? Bei vielen war es, als würden sie in ein tiefes Loch fallen. Beherrschen Sie die Diabetes, bevor sie Sie beherrscht. Dazu ist es wichtig, die Krankheit zu akzeptieren und darüber zu sprechen. Nach so einer Diagnose müssen Lebensgewohnheiten neu überdacht und definiert werden. Lebensziele, Ernährungsgewohnheiten, körperliche Bewegung… Welche Gewohnheiten möchte Sie verändern, was möchten Sie neues ausprobieren? Das größte notwenigste Wissen vermittelt eine Diabetesschulung und bietet gleichzeitig konkrete Hilfe bei der Veränderung von Lebensgewohnheiten an.

So finden Sie den passenden Arzt: Ein gesunder Lebensstil ist für einen Diabetiker entscheidend, Genauso wichtig ist eine gute ärztliche Behandlung, Schließlich lässt sich durch eine sorgfältige Kontrolle und Einstellung des Blutzuckers das Risiko für Spätfolgen erheblich reduzieren. Aber wie finden Sie nun den richtigen Arzt? Am Besten aufgehoben sind Diabetiker bei einem Arzt mit einer diabetologischen Zusatzausbildung. Diese haben auf ihrem Praxisschild die Bezeichnung „Diabetologe (DDG)“ zu stehen. Dazu wird es immer mehr Ärzte geben, die während ihrer Facharztausbildung tiefgehende klinische Erkenntnisse über die Zuckerkrankheit erwerben.

–Das Internet: Viele niedergelassene Ärzte haben inzwischen eine 
  Homepage, auf der sie auch ihre Zusatzausbildungen erwähnt haben.

–Krankenkassen: Sie können schnell darüber Auskunft geben, welcher Arzt
  mit diabetologischer Zusatzausbildung in greifbarer Nähe ihres Wohnorts
  sich befindet.

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Am Arbeitsplatz

Es gibt keine Sonderpausen, damit Sie regelmäßig den Blutzucker messen und Insulin spritzen können. Doch niemand wird erfahrungsgemäß etwas dagegen haben, wenn Sie in regelmäßigen Abständen Blutzuckermesskontrollen durchführen. Dafür brauchen Diabetes-Neulinge natürlich etwas länger Zeit, doch die Routine kommt schnell. Sobald Sie einen Insulin-Pen benutzen oder eine Insulinpumpe tragen, stört die Insulingabe den Arbeitsfluss kaum mehr. „Muss ich mich outen?“: Das bleibt natürlich Ihnen alleine überlassen. Doch für den Fall, dass Sie am Arbeitsplatz eine Unterzuckerung erleiden, wäre es schon von Vorteil, wenn mindestens ein Kollege von Ihrer Diabetes weiss. So ist er weniger unversichert, wenn Sie z.B. Anzeichen einer Hypo an Ihnen bemerkt. Noch besser wäre es, wenn er dazu noch weiss, wo Sie ihr Traubenzucker aufbewahren. Sie sehen, sie müssen nicht alle Kollegen darüber informieren, suchen Sie sich einfach einen oder mehrere aus, denen Sie Vertrauen schenken können. Gut ausgerüstet am Arbeitsplatz: Zu dem Diabetes-Set, welches Sie ja immer bei sich tragen sollten, währe es gut, wenn Sie ein Glukagon-Notfall-Set und ausreichen Kohlenhydrate an Ihrem Arbeitsplatz deponieren. Idealerweise bringen Sie Ihrem „Vertrauten“ dem Umgang mit dem Glukagon-Notfall-Set bei, falls Sie es selbst mal nicht bedienen können.

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